1990er

Das Blaue vom Himmel (2011)

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Wenn wir im Kino einer deut­schen Journalistin dabei zuse­hen sol­len, wie sie in Lettland die — natür­lich dunkle — Vergangenheit ihrer Mutter erforscht, dann klingt das noch nicht nach einer direkt abschre­cken­den Handlungszusammenfassung. Da könnte man sich auf eine Art inner­fa­mi­liäre Detektivgeschichte ein­rich­ten, womög­lich ein­ge­bet­tet in ein inter­es­san­tes his­to­ri­sches Umfeld, und bestimmt auf einen ordent­li­chen Schuss Emotionen. Leider will aber Hans Steinbichlers Das Blaue vom Himmel weder detek­ti­visch noch his­to­risch sein, son­dern nur gefüh­lig. Durch die­sen sim­plen Umstand wird er dann zum bis­her größ­ten Langweiler die­ses Kinojahrs.

Rein ober­fläch­lich betrach­tet liegt das natür­lich schon mal daran, dass Steinbichler zu die­sen schreck­lich „ruhi­gen“ und „nach­denk­li­chen“ Kameraeinstellungen greift, mit denen man jedem Zuschauer noch vor dem ers­ten Schnitt ver­mit­teln kann, dass sein eige­nes Leben drau­ßen ver­mut­lich inter­es­san­ter wäre als das, was er sich da jetzt zwei Stunden lang in einem abge­dun­kel­ten Raum erzäh­len las­sen soll. Aber die Probleme lie­gen viel tie­fer, näm­lich mal wie­der dort, wo deut­sche Filme ganz tra­di­tio­nell am meis­ten Probleme haben: im Drehbuch, das in die­sem Fall von Josephine Jahnke und Robert Thayenthal stammt.

Die Figur der demen­ten alten Dame Marga Baumanis, die aus ihrem Altersheim aus­bricht, aller­hand äußerst unsym­pa­thi­schen Unsinn anstellt und dabei wir­res Zeug über ihre Jugend in Lettland redet, ist ja an sich schon schwie­rig, weil sie kaum Ansatzpunkte zur emo­tio­na­len Anteilnahme bie­tet. Das ist jetzt sehr vor­sich­tig aus­ge­drückt, man könnte auch ganz ein­fach sagen: sie nervt. Und damit erzeu­gen Jahnke und Thayenthal gleich das nächste Problem, denn Margas Tochter Sofia ver­ste­hen wir auch nur genau so lang, wie sie ihrer Mutter aus den Weg gehen oder sie mög­lichst schnell wie­der los­wer­den will. Was sie dage­gen dazu bringt, sich über­haupt für das zusam­men­hang­lose Gebrabbel zu inter­es­sie­ren, das ihre Mutter stän­dig von sich gibt, kann man schon schwer nach­voll­zie­hen, und dass sie auf die Idee kommt, zusam­men mit ihr ins kri­sen­ge­schüt­telte Lettland zu fah­ren (wir schrei­ben das Jahr 1991), ist schon hart an der Grenze zum kom­plet­ten Blödsinn.

Man könnte vie­les ver­zei­hen, wenn der Film sich auch nur die geringste Mühe geben würde, ein biss­chen Spannung auf­zu­bauen. Aber da fehlt es schon an der Voraussetzung, denn weder in den Szenen der gegen­wär­ti­gen Handlung noch in den Rückblenden erhal­ten wir irgend einen Hinweis dar­auf, wor­auf wir eigent­lich gespannt sein soll­ten. In Lettland ange­kom­men, sehen wir ein­fach nur ein paar Russen (ganz unpro­ble­ma­tisch) und bekom­men dann von einem (ganz leicht auf­find­ba­ren) älte­ren Herrn ohne wei­tere Umschweife die Lösung des Geheimnisses erzählt. Und nach ein paar wei­te­ren Großaufnahmen emo­tio­nal gebeu­tel­ter Gesichter ist der Film dann mehr oder weni­ger auch schon aus.

Über­haupt, die Großaufnahmen. Es ist ganz offen­sicht­lich dass Steinbichler ganz große Gefühle trans­por­tie­ren will, aber er hätte sich dazu halt lie­ber ein paar Schauspieler suchen sol­len, die so etwas auch drauf­ha­ben. Abgesehen viel­leicht von Hannelore Elsner, die aber als Marga natür­lich nur glaub­wür­dig vor sich hin plap­pern muss, besticht die ganze Truppe näm­lich vor allem durch Talentlosigkeit. Speziell Juliane Köhler scheint aus­schließ­lich auf wei­tes Augenaufreißen und robo­ter­hafte Bewegungen spe­zia­li­siert zu sein, ist aber uner­träg­li­cher­weise am längs­ten und am bild­fül­lends­ten zu sehen. Nicht viel bes­ser ist Karoline Herfurth, die die junge Marga der drei­ßi­ger Jahre spielt, und der man keine Sekunde lang die inten­sive, hoff­nungs­lose Liebe abkauft, die ihre Figur quält, aber ihr kann man wenigs­tens zugute hal­ten, dass der Käse, den ihr das Drehbuch vor­schreibt, halt gar zu groß ist.

Zum his­to­ri­schen Hintergrund ist eigent­lich nur zu sagen, dass er für den Film reich­lich irre­le­vant ist. In den aus­führ­li­chen Rückblicken auf Margas Jugend erfah­ren wir, dass da anfangs noch Deutsche in Lettland sind, dass sie dann alle „heim ins Reich“ müs­sen, und dass dann die Russen kom­men und alle nach Lust und Laune in die GULags abtrans­por­tie­ren. Das ist also nicht ein­mal so tief­grün­dig wie die ori­gi­nal­ge­treuen alten Autos, die der Requisiteur in den 1991er Szenen über­all hat hin­stel­len las­sen, aber man muss dafür fast noch dank­bar sein, weil man sich sonst durch­aus in man­chen Momenten Gedanken dar­über machen könnte, ob da nicht manch­mal ein klei­nes biss­chen nost­al­gi­scher Revanchismus mitschwingt.

Es ist alles ein ganz furcht­ba­rer Rückfall in die schlimms­ten Angewohnheiten des deut­schen Kinos: Erzählerische Ideenlosigkeit bei for­ma­ler Großkotzigkeit und inhalt­li­cher Leere. Dass so etwas über­haupt im Kino gezeigt wird, liegt natür­lich nach wie vor an Steinbichlers inzwi­schen acht Jahre zurück­lie­gen­dem Debüt Hierankl, das damals beim Feuilleton als recht gro­ßer Wurf galt und viel­leicht auch ganz ordent­lich war. Ich weiß es nicht, ich habe es noch nicht gese­hen. Aber mit Einschlafhilfen wie Das Blaue vom Himmel dürfte er sei­nen Kredit, so oder so, recht schnell verspielen.

Joschka und Herr Fischer (2011)

Ich bin kein gro­ßer Fan von fil­mi­schen Geschichtsdokumentationen, denn es ist doch so: Bei Spielfilmen weiß jeder, dass sie nur aus Schauspielern, Requisiten und Kulissen beste­hen. Niemand würde das, was er da sieht, für die volle Wahrheit hal­ten. Dadurch kann der Spielfilm die Vorteile des Mediums voll aus­spie­len und den Zuschauer ver­gan­gene Zeiten haut­nah mit­er­le­ben las­sen, ohne dass die unver­meid­li­chen Abweichungen von der his­to­ri­schen „Wahrheit“ Schaden anrich­ten würden.

Dokumentarfilme tre­ten dage­gen immer mit dem Anspruch auf Wahrheit auf. Sie sind die unse­li­gen Ursachen von Sätzen, die mit „Im Fernsehen haben sie aber gezeigt, dass…“ begin­nen. Aber lei­der kann das Medium Film mit dem Anspruch auf Wahrheit und Objektivität nicht umge­hen. Die Bilder sind zu ver­füh­re­risch, und die dra­ma­tur­gi­schen Notwendigkeiten erlau­ben nicht, ein Thema erschöp­fend zu behan­deln; es sei denn, man wollte seine Zuschauer mit Absicht zu Tode lang­wei­len. Die erfolg­reichs­ten Dokumentarfilme sind eigent­lich immer Propaganda, denn erst durch kon­se­quente Einseitigkeit gewin­nen sie ihren Unterhaltungswert — natür­lich vor allem für die, die ohne­hin schon der glei­chen Meinung waren wie der Filmemacher…

Wenn also der ehe­ma­lige grüne Außenminister in Joschka und Herr Fischer sein eige­nes Leben kom­men­tie­ren darf und die Journalisten her­um­nör­geln, dass so ein Format zu „sub­jek­tiv“ sei oder ein absicht­li­cher „Verzicht auf Kritik“, dann ist das Unfug. Eher würde ich sagen, Regisseur Pepe Danquart hat ein­fach nur ver­stan­den, wie sein Beruf funk­tio­niert. Er ist ja nicht umsonst Oscarpreisträger. Ein Film über „sechs Jahrzehnte deut­sche Nachkriegsgeschichte“, wie die dazu­ge­hö­rige Websitewirbt, ist das Ganze dann aber natür­lich auch nicht gewor­den. Es ist ein­fach eine  wei­tere Gelegenheit zur Selbstdarstellung für Joseph Martin Fischer.

Und Selbstdarstellung ist ganz zwei­fel­los immer schon Fischers Kernkompetenz gewe­sen. In die­sem Fach ist er wirk­lich bril­lant. Er trägt seine Entwicklung vom Ministranten über den Straßenkämpfer zum Minister als mora­li­sche Notwendigkeit vor, und man will ihm das alles sogar dann noch bei­nahe glau­ben, wenn er den ori­en­tie­rungs­lo­sen Lebensabschnitt als Frankfurter Taxifahrer ganz unver­schämt als Selbstfindung ver­kauft. Wenn von der deut­schen Geschichte die Rede ist, lässt er den Zuschauer ganz sub­til wis­sen, dass es selbst­ver­ständ­lich er war, der diese Geschichte geprägt hat, ohne sich jemals dazu her­ab­zu­las­sen, so etwas tat­säch­lich wört­lich zu sagen. Und am meis­ter­haf­tes­ten ist, dass er sich mensch­lich gibt, Schwäche zeigt, Fehler zugibt und beschei­den wirkt. Das ver­leiht ihm erst recht die Aura des Über­mensch­li­chen; man denkt an Merkel und Westerwelle und wun­dert sich, warum es heute keine sol­chen Politiker mehr gibt.

Allerdings dau­ert der Film fast zwei­ein­halb Stunden, und in die­ser lan­gen Zeit mer­ken selbst die pri­mi­tivs­ten Feuilletonredakteure, dass ihnen hier nicht die unge­schönte Wahrheit prä­sen­tiert wird. Dann sind sie belei­digt und schrei­ben einen bösen Verriss, aber eigent­lich ist gerade das ein rich­ti­ger Geniestreich von Danquart: Wohl wis­send, dass er ohne­hin nicht objek­tiv sein kann, hat er sich für gna­den­lose, unkom­men­tierte Subjektivität ent­schie­den und bringt dadurch zwar keine brauch­bare geschicht­li­che Darstellung mehr zustande, aber dafür so etwas wie eine fil­misch auf­be­rei­tete Quelle. Wer Bismarcks Gedanken und Erinnerungen liest oder Napoleons Leben und Werk, der wird auch nicht gerade eine wis­sen­schaft­lich fun­dierte Geschichtsinterpretation erwar­ten, aber inter­es­sant ist es trotz­dem, wie sol­che Figuren sich selbst sehen woll­ten. Falls Joschka Fischer keine Zeit oder Lust mehr hat, uns seine selbst­ge­fäl­lige Autobiographie schrift­lich vor­zu­le­gen, dann haben wir also immer­hin die­sen Film.

Natürlich gibt es aber auch gute Gründe, Joschka und Herr Fischer eher mit­tel­mä­ßig zu fin­den. Er ist defi­ni­tiv zu lang gera­ten, schafft es über weite Strecken nicht, Spannung zu erzeu­gen oder zu hal­ten, und er spart die inter­es­san­tes­ten Fragen aus. Wir bekom­men in elen­der Länge lang­wei­lige Details aus Joschkas öder katho­li­scher Vertriebenenkindheit prä­sen­tiert, aber wenn es darum geht, warum Rot-Grün 2005 aus einer Laune her­aus die Bundestagswahl vor­ge­zo­gen hat, dann wer­den wir mit einem schlich­ten „Ich war ja dage­gen“ abge­speist. Man sollte mei­nen, dass da aus angeb­lich über 20 Stunden Rohmaterial mehr her­aus­zu­ho­len gewe­sen wäre, aber offen­bar wollte Fischer ent­we­der nicht dar­über reden oder Danquart hat ihn ein­fach nicht gefragt.

Joschka und Herr Fischer wird in ein paar klei­nen Kinos in gro­ßen Städten lau­fen, aber nicht sehr lange. Danach sehen wir ihn höchs­tens noch­mal bei irgend­ei­nem arte-Themenabend. Das Problem ist nicht nur, dass sich sowieso kaum jemand Dokumentarfilme ansieht, son­dern vor allem auch, dass die­je­ni­gen, die sich für Joschka Fischer inter­es­sie­ren, dann doch nicht so viel Neues erfah­ren werde. Und die ande­ren kön­nen sich’s ja sowieso sparen.

The Fighter (2010)

Mit The Fighter sind die Nominierten für den Best-Picture-Oscar 2010 end­lich voll­stän­dig in Deutschland ange­kom­men. Dass man Ordentliches, aber nichts Weltbewegendes erwar­ten durfte, ist nach den ande­ren Vorstellungen aus die­sem eher schwa­chen Jahr eigent­lich schon klar gewe­sen. Und das Unterschichtsfamiliendrama-Schrägstrich-Biopic über den rela­tiv unbe­kann­ten Boxer Micky Ward erfüllt ins­ge­samt die Erwartungen, sowohl in posi­ti­ver als auch in nega­ti­ver Hinsicht. Wo genau die bes­se­ren und schlech­te­ren Aspekte dann zu fin­den sind, ist aller­dings dann doch etwas überraschend.

Bei sechs Nominierungen hat The Fighter am Ende zwei Oscars geholt, und zwar für die Nebenrollen von Christian Bale als dro­gen­ab­hän­gi­gem Bruder und Melissa Leo als eifer­süch­ti­ger Mutter. Beide gehö­ren tat­säch­lich aber zu den eher weni­ger beein­dru­cken­den Mitgliedern des Casts; wenn über­haupt, dann zeich­nen sie sich dadurch aus, dass sie sehr viel und sehr sicht­bar schau­spie­lern, wie es sich für Oscarpreisträger tra­di­tio­nell gehört. Ob das dann beson­ders gut ist, steht auf einem ganz ande­ren Blatt. Bales Auszeichnung für den hyper­ak­ti­ven Crackjunkie ist noch im Rahmen, er war ja irgend­wie sowieso fäl­lig und es han­delt sich eben um eine die­ser Rollen, die extra für’s Preise-Abräumen geschrie­ben wer­den: Irre, Behinderte, Drogensüchtige, das kommt immer an.

Vollkommen irr­sin­nig ist dage­gen die Idee, aus­ge­rech­net Melissa Leo eine die­ser gol­de­nen Statuetten zu geben. Dass ihre Figur extrem unsym­pa­thisch ange­legt ist, kann man schlecht gegen sie ver­wen­den, aber es reicht eben auch nicht für eine beson­dere Belobigung. Dafür hätte sie es schaf­fen müs­sen, ihre Rolle wenigs­tens ein ganz klei­nes biss­chen emo­tio­nal zugäng­lich zu machen, damit man bei aller Abneigung auch ein wenig Verständnis für diese ter­ro­ris­ti­sche Glucke emp­fin­den kann, die aus Egoismus und Dummheit die Karriere ihres Sohnes völ­lig an die Wand fah­ren würde, wenn man sie ließe.

Davon ist aber nichts zu spü­ren. Man muss zu Leos Entschuldigung natür­lich sagen, dass sie ledig­lich das Hauptproblem des gan­zen Films ver­kör­pert. The Fighter will ja nicht in ers­ter Linie Box-Action à la Rambo sein, son­dern vor allem ein „authen­ti­sches“ Working-Class-Familiendrama. Aber das ist ein ehren­wer­tes Ziel, an dem schon Bessere geschei­tert sind. Denn es gibt ja einen Grund, warum Theaterdichter seit der Antike Tragödien in der Welt des Adels spie­len lie­ßen: Der Unterschicht fehlt ein­fach die Fallhöhe für das ernste Fach, und The Fighter ist ein gutes Beispiel dafür. Die pri­mi­ti­ven Sperenzchen von Micky Wards unmög­li­cher Familie inter­es­sie­ren ein­fach nie­man­den, kei­ner kann wirk­lich nach­voll­zie­hen, warum er nicht schon längst über alle Berge ist und sein Glück ohne die­sen stu­pi­den Haufen sucht, und vor allem will man ein­fach gar nicht glau­ben, dass das alles über­haupt irgend­ei­nen Bezug zur Realität hat. Nirgends auf der Welt und in kei­nem Milieu sind echte Menschen so sys­te­ma­tisch däm­lich wie die­ses Gruselkabinett von Nebenfiguren. So etwas kann aus­schließ­lich der Phantasie ver­wöhn­ter Mittelschichtssöhnchen ent­sprin­gen, die als Drehbuchautoren über Menschen schrei­ben, mit denen sie im rich­ti­gen Leben nie­mals ein Wort wech­seln würden.

Jedenfalls hoffe ich, dass das so ist.

Dass der Film trotz­dem noch recht gut gewor­den ist, ver­dankt er Amy Adams, die in einer per­fek­ten Welt Melissa Leos Oscar mit nach Hause genom­men hätte, David O. Russell, der die Rahmenhandlung so vir­tuos in Szene setzt, dass die White-Trash-Klischees schnell ver­ges­sen sind — und aus­ge­rech­net Mark Wahlberg. Das ehe­ma­lige rap­pende Unterhosenmodel hat ja in den letz­ten Jahren schon ein paar ganz respek­ta­ble schau­spie­le­ri­sche Leistungen abge­lie­fert, aber mit The Fighter zeigt er, dass er wirk­lich zu allem fähig ist. Seine Rolle ist ver­gleichs­weise zurück­hal­tend und fast ein biss­chen wei­ner­lich ange­legt, aber immer, wenn seine preis­ge­krön­ten Mitstreiter um ihn herum ihre über­dreh­ten Gefühlsausbrüche vom Stapel las­sen, dann bleibt er ein­fach nur sou­ve­rän und glaub­wür­dig und ret­tet dadurch eine Szene nach der anderen.

Normalerweise bliebe hier auch noch zu klä­ren, ob The Fighter eine authen­ti­sche Darstellung von Micky Wards Karriere ist, aber bei einem Boxer, des­sen aktive Karriere erst seit ein paar Jahren vor­bei ist und den vor­her außer­halb von Neuengland ohne­hin nie­mand gekannt hat, müsste man glatt Quellenstudium betrei­ben und Interviews füh­ren, um das nach­zu­prü­fen, denn Literatur gibt’s über sowas natür­lich nicht. Es heißt immer­hin, der echte Micky habe am Set mit­ar­bei­ten dür­fen und sei zufrie­den gewe­sen. Das muss dann wohl genü­gen. Und wenn eine „wahre Geschichte“ über­haupt erst durch ihre Verfilmung Relevanz gewinnt, ist es eigent­lich ja auch wirk­lich egal.